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Oft hört man das Wort Berufung und es scheint als wäre es gerade in Mode, seine Berufung zu finden.

Tatsächlich wurde das Wort schon lange in religiösen Zusammenhängen verwendet. Es finden sich bereits viele Berufungsgeschichten in der Bibel.

Der Duden definiert die Berufung wie folgt:

„besondere Befähigung, die man als Auftrag in sich fühlt“ (Duden Bd. 2 Stilwörterbuch der deutschen Sprache)

Während es in den religiösen Zusammenhängen um die Berufung zum Propheten oder Priester ging, ist es heute die Suche nach dem passenden Beruf, der die eigenen Begabungen und Stärken beinhaltet, so dass die Arbeit als eine erfüllende und sinnhafte Tätigkeit erlebt wird und damit für ein authentischeres, erfüllenderes Leben steht.

Immer mehr Menschen interessieren sich für das Thema „Die eigene Berufung“. Was bringt sie dazu?

Auf der Suche nach der eigenen Berufung

Viele fühlen einfach nur, dass sie nicht mehr auf die bisherige Art und Weise weiterarbeiten wollen. „Da muss es doch noch etwas Anderes für mich geben“, höre ich dann.

Meine Kunden nennen Gründe, wie:

  • sinkende Motivation für Tätigkeiten, Aufgaben, Projekte
  • zu wenig Handlungsspielraum
  • Fehlen von Sinnhaftigkeit im Berufsalltag
  • Engagement führt zum Ausbrennen
  • gesundheitliche Probleme (physische und psychische)

Weshalb sind wir glücklicher, wenn wir unserer Berufung folgen?

Jeder Mensch hat bestimmte Talente und Begabungen. Wenn wir diesen folgen, dann erleben wir Freude. Jeder kann sich an Tätigkeiten in seiner Kindheit erinnern, bei denen die Zeit keine Rolle spielte und er völlig in der Beschäftigung aufging. Zudem fällt es uns leicht, Neues dazuzulernen, wenn wir etwas lieben. Solche Tätigkeiten, die uns Spaß machen und die wir gut können, sind ein Hinweis auf unsere Berufung und schenken uns Freude und Kraft.

Beispiel: Eine junge Frau nimmt noch die kleinste Ungenauigkeit wahr, puzzeln war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, als sie ein Kind war. Heute hat sie sehr viel Freude daran, Bücher vor deren Veröffentlichung, Korrektur zu lesen.

Genauso gibt es Tätigkeiten, die wir zwar gelernt haben und auch gut können, die uns aber nicht entsprechen. Sie kosten uns nur Kraft.

Beispiel: Eine kreative, kommunikative Frau, die in einem Einzelbüro sitzt und verwalterische Aufgaben in einem großen Unternehmen erledigt.

Oft haben Menschen verlernt, ihre innere Freude an Tätigkeiten zu fühlen und diese als Wegweiser zu nutzen. Diesen wieder Beachtung zu schenken, bringt Erstaunliches zutage. So entdecken meine Kunden lang verschüttete Talente wieder oder erkennen im Coaching, dass Manches, was sie für selbstverständlich halten, eine Fähigkeit ist, die nicht jeder hat. Durch die intuitive Suche nach dem, was in einem steckt, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Stärken, Begabungen, Freude und geben damit unserem Unterbewusstsein eine neue Richtung.

Doch selbst wenn wir unsere Talente kennen, gibt es Glaubenssätze, die es uns scheinbar unmöglich machen, diesen zu folgen. Dann scheint es eine Frage der Vernunft zu sein. Zum Thema „Glaubenssätze erkennen“ habe ich bereits in diesem Artikel „Loslassen – warum und vor allem wie“ geschrieben.

Es ist nicht nur wichtig, die Tätigkeiten herauszufinden, die man gerne tut, sondern auch zu schauen, in welcher Umgebung man aufblüht. Darüber dann in einem der nächsten Artikel mehr.

Für mich gehört zu einem sinnhaften, erfüllten Leben, ein Beruf, der Freude macht. Wie seht ihr das?

Lebt Eure Talente!

Eure Kathleen